Der kleine Affe und der Mond (1/4)

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Ein kleines Affenbaby wurde im Regenwald geboren. In seinen ersten Wochen klammerte er sich ganz fest an Mamis Bauch. Er liebte es, so sicher die Welt in seiner Umgebung zu erkunden.

Es gab vieles für ihn zu sehen. Zum Beispiel große Bäume, die so hoch waren, als seien sie mit dem Mond verbunden.

Eines Tages fragte er seine Mami ob sie ihn dorthin tragen könne. Mama lachte freundlich und sprach: "Liebes kleines Äffchen, der Mond ist viel weiter weg als es aussieht. Wenn wir die Bäume hochklettern, sind wir schon sehr weit gekommen. Und dennoch ist der Mond von dort aus nur zu sehen, nicht zu greifen."

Der kleine Affe fand es schade. Denn so an Mamis Bauch war der Mond am Abend sein schönster Anblick!

Als er größer wurde, ließ er sich auf dem Rücken tragen. Und machte auch schon kleinere Ausflüge alleine. Als er abends wieder einmal seinen geliebten Mond sah, beschloss er hoch auf die Bäume zu klettern.

Am nächsten Morgen ging er gleich nach dem Frühstück los. Er suchte sich einen passenden Baum in der Nähe seines Zuhauses aus. Voller Freude fing er an, daran hochzuklettern. Nach ein paar Metern machte er auf einem Ast eine Pause, um Blätter zu essen. Als er fertig war, sah er sich um. Er hörte ein piepsen.

Ein kleiner Vogel schaut aus seinem Loch in der Baumrinde.


(Eine Geschichte von Bianca Winter mit Gemälden von Judith Mayer, Verlag WinterZauber)
(cg)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt